Zeltlager 2016 – Mit gemeinschaftlichen „24 Stunden-Dienst“

Bereits am ersten Ferienwochenende starteten wir unser alljährliches Zeltlager. Jedoch war in diesem Jahr alles anders als sonst, denn wir luden die Jugend unserer Partnerfeuerwehr aus Schnelsen dazu ein und organisierten eine „24-Stunden-Dienst“.

Das heißt, dass die Kinder in bestimmten Abständen einen „Alarm“ erhielten (auch nachts), den sie dann alle gemeinsam verarbeiten mussten.

Der Reihe nach….

Am Freitag 22.07.2016 trafen wir uns mit unserer Jugend ab 17.00 Uhr im Feuerwehrhaus um unsere Übernachtung vorzubereiten. Pünktlich zu 19.30 Uhr zum Grillen, stießen die Jugendkameraden der FF Schnelsen zu uns.

Nachdem sich alle ein wenig beschnuppern konnten, kam der erste Alarm:

22.00 Uhr : BMA, Lüchstr. 9, Schule:

Wir fuhren mit Blaulicht zur Schule und die Gruppenführer der jeweiligen Wehr erkundeten mit zwei weiteren Trupps die Lage. Dabei erhielten wir Unterstützung durch unseren Wehrleiter Holger Kämmerer, der auch gleichzeitig in Funktion des Hausmeisters der Schule vor Ort war. Nachdem sich herausstellte, dass es falscher Alarm war, rückten wir ab zur Wache.

Alle waren weder etwas beruhigt von dieser Aufregung und konnten bei einem spannenden Film im Aufenthaltsraum zur Ruhe kommen, oder sich schon schlafen legen, bis plötzlich ein erneuter Alarm einging:

00:30 Uhr: Brand Haus Lüchstr. 9:

Wieder ging es mit Blaulicht los und als die Kinder den Brand (ein vorher aus Paletten gefertigtes Haus) sahen, war die Aufregung groß, denn es mussten Schläuche verlegt werden um den Brand zu löschen. Gemeinsam von zwei Fahrzeugen wurden Wasserversorgungsleitungen verlegt und der Brand kontinuierlich von zwei Seiten gelöscht. Diese Übung dauert so ca. eine Stunde und im Anschluss, als alles wieder weggeräumt war, gab es ein Ständchen für das Geburtstagskind Yannic. Wieder zurück in der Wache mussten die Fahrzeuge noch mit Wasser befüllt werden, bevor an Schlaf zu denken war.

Nächster Alarm:

06:00 Uhr: TH, Mann unter Baum, Weisener Weg Wald:

Noch ziemlich verschlafen, kamen alle nach und nach aus dem Bett und bereiteten sich auf diesen Einsatz vor. Nach einer schier unendlich langen Anfahrt, fanden wir die Unfallstelle und die Gruppenführer teilten ihre Leute sofort ein, damit die verletzte Person betreut wurde und auch sein eingeklemmtes Bein wurde mittels spaten befreit und verarztet. 

Nach ca. 1,5 Stunden waren alle wieder gesund und „munter“ zurück an der Wache, und dann gab es ein ordentliches Frühstück, sowie eine frische Dusche für alle.

10:00 Uhr: TH, Person im Wasser, Karthaner See in Wittenberge:

Mit Schlauchbooten ausgerüstet ging es los zum Karthaner See nach Wittenberge, wo Ingo Lobenstein für uns die hilflose Person im Wasser darstellte, den es zu retten ging.

Als diese Mission ebenfalls erfüllt war, konnten alle noch baden, bevor es zur Wache zurück ging, wo uns Dank Familie Mummhardt ein leckeres Mittagessen erwartete.

Dann hieß es schon, Sachen zusammenpacken, denn gegen 13.00 Uhr machten  die Kameraden aus Schnelsen sich auf dem Heimweg. Noch schnell ein Gruppenfoto mit allen Fahrzeugen die am Wochenende in Bewegung waren.

Vielen Dank an alle, die uns an diesem Wochenende unterstützt haben. Wir bzw. die Kinder konnten viel lernen und wir hatten alle gemeinsam viel Spaß und wenig Schlaf. Wir sind bemüht diese Tradition, das wir uns weiterhin gegenseitig besuchen und unterstützen, fortzusetzen, damit die bereits 25 jährige Partnerschaft weiterhin bestehen bleibt.